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Pressespiegel

7.7.2006   Blankeneser Rundschau

360 kB „Ich mache nur, wovon ich überzeugt bin!"

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Das sagt Thomas Effenberger - und schon nach kurzem Gespräch weiß man: Bei ihm ist das keine Floskel - er meint das auch so! Es gab Zeiten, da ist er als Öko-Bäcker belächelt worden - heute ist er derjenige, der gut Lachen hat, gilt als Hamburgs erfolgreichster Vollkorn-Bäcker. Mehr als 20 Jahre ist es her, seit er aus Bremen nach Hamburg kam und hier die erste Vollkornbäckerei eröffnete. Heute arbeitet sein Betrieb mit acht Filialen und Ständen auf elf Hamburger Öko-Wochenmärkten so professionell wie kaum ein anderer in der Republik. Der Erfolg ist so groß, dass Effenberger regelmäßige Führungen durch den Betrieb für Kunden und Mitbewerber anbietet. Gerade hat er sein neuestes Geschäft in der Blankeneser Bahnhofstraße 16 eröffnet. Dort steht der 49-Jährige nun - inkognito, auf der Kundenseite des Tresens, hinter dem eine Bäckermeisterin sein Brot verkauft -und fordert verschmitzt dazu auf, einfach einmal aus dem Hintergrund zu lauschen, wenn Kunden den Laden betreten. Und tatsächlich: Obwohl in Blankenese an Bäckereien wirklich kein Mangel herrscht, geben sich die Kunden die Klinke in die Hand und ausnahmslos jeder äußert sich hocherfreut über die Neueröffnung der Effenberger Vollkornbäckerei!

"Es macht einfach Spaß, vorne zu sein" - und vorn ist Thomas Effenberger mit vielem was er tut. Weil er Überzeugungstäter ist. "Ich mache, was mir Spaß macht. Und das mache ich gut." 24 Stunden braucht ein gutes Brot bei ihm, die Industrie kann einen Laib innerhalb von drei Stunden produzieren. Zu seinem Erfolgsrezept gehört - neben der exzellenten Qualität seiner Produkte - sein unternehmerischer Idealismus und sein innovativer Ideenreichtum. Egal ob bei Finanzierung, Energiekonzept, Einkauf oder Personal -Thomas Effenberger beschreitet gern eigene Wege. So beschäftigt er in seinen Filialen nur fest angestelltes Fachpersonal, keine Aushilfen. Das ist teurer - aber nur auf den ersten Blick, denn engagiertes Personal denkt mit, fühlt sich verantwortlich und trägt so zur glaubhaften Umsetzung des Unternehmerkonzepts bei. Die meisten Kunden wissen, was sie wollen - und die, die es nicht genau wissen, werden perfekt beraten. "Ein Kunde, der das Produkt genau kennt, den werden wir nicht wieder los", sagt Effenberger - und hat Brotkäufer und auch Mitbewerber schon mehrfach sprachlos gemacht, indem er z.B. seine Backrezepte verrät. Unerschütterlich vertraut er auf den Erfolg seiner Produkte: "Wer so ein Brot einmal selbst gebacken hat, der weiß dessen Wert zu schätzen". Recht hat er. Wer hier sein Brot kauft, ist so wie der Chef: kompromisslos, was Gesundheit und Genuss betrifft. In seiner Überzeugung davon, dass Qualität sich durchsetzt, wurde an den ersten Öffnungstagen der Blankeneser Filiale Brot verschenkt! Und nun? Das Geschäft brummt! Die EffenbergerStammkunden gehören zu den treuesten überhaupt. "Die wissen, wie Brot schmecken muss", sagt der Firmeninhaber und verwendet in seinem Betrieb ganz besondere Sorgfalt auf die Zubereitung. Das Getreide - vor allem Dinkel und Roggen - stammt aus kontrolliert biologischer Erzeugung und von kleinen Betrieben, die Effenberger persönlich kennt. Es wird in der Backstube gemahlen, unmittelbar bevor es verarbeitet wird. Mindestens zwölf Stunden dauert die Teigführung, weshalb alle wichtigen Vitalstoffe im Brot für den Körper aufgeschlossen sind. In drei Stufen wird der Sauerteig dabei aus natürlichen Zutaten hergestellt und sorgt dafür, dass Brot und Brötchen auch ohne Hefe locker sind, außerdem aromatischer und länger frisch als Industrieprodukte. Für ihre Leistungen im Bereich Umwelt, Gesundheitsschutz, Ökologie und Geschmack wurde die Effenberger-Vollkornbäckerei bereits mehrfach ausgezeichnet. Im Februar gab es z.B. den Hamburger Gesundheitspreis, der alle 2 Jahre durch die Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. an Betriebe, Wirtschaft und Verwaltung verliehen wird. Und weitere Preise werden fast zwangsläufig folgen, denn Thomas Effenberger ist unermüdlich, wenn er etwas als sinnvoll erkannt hat. Das Thema Müllvermeidung zum Beispiel: Sein Betrieb kommt mit einer einzigen 80-Liter-Mülltonne in der Woche aus. Das ist ein Zwanzigstel des Müllaufkommens vergleichbarer Betriebe. Oder den Komplex Energieeinsparung durch optimale Nutzung: In der Effenberger Vollkorn Bäckerei wir nur ein knappes Drittel der Energie verbraucht, die gleich große Bäckereien benötigen - und das, obwohl bei ihm noch selbst gemahlen wird. Sein nächster Coup: Er will die Energie des Wasserdampfes, der beim Backen entsteht, zurückgewinnen und in Paraffin-Wärmespeichern im Keller quasi zwischenlagern. Damit soll dann der gesamte Warmwasser- und Heizbedarf des Stammhauses an der Rutschbahn 18 gedeckt werden, das neben der Bäckerei, Büro und Laden auch acht Wohneinheiten umfasst. Vor dem Hintergrund seines Erfolges wäre es für Effenberger ein Leichtes, weiter zu expandieren. Aber das will er nicht: "Bäckereien sind regionale Einrichtungen. Man muss einen Bezug zu seinen Kunden und Lieferanten haben. Ich habe 20 tolle Mitarbeiter und hochzufriedene Kunden - mehr möchte ich zurzeit nicht."

BU:
Thomas Effenberger ist ein Überzeugungstäter in Sachen Vollkornbäckerei. Wenn er unerkannt in seinem Blankeneser Laden steht und lauscht, wie die Kunden schwärmen, freut er sich: "Die wissen eben, wie Brot schmecken muss". Bäckermeisterin Monika Krüger ist seit acht Jahren in dem erfolgreichen Öko-Unternehmen angestellt und sehr zufrieden mit Chef und Arbeit.

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