Presse & News

Pressespiegel

10.12.1998   Hamburger Abendblatt

411 kB Leckereien vom Öko Bäcker

Oktober 1998   Young Miss

321 kB Wo geht's denn hier zum P a r t y b r o t ?

Sesamstraße immer geradeaus, dann links in die Kümmelgasse und weiter durch den Mohnweg da treffen sich die Krümelmonster

04/1998   Der Feinschmecker

96 kB Aufs Korn genommen

2/1998   Ökomarkt

437 kB Hamburger Turnerschaft auf Oko Kurs

Vollkornbäckerei Effenberger unterstützt die Sportler mit neuem Brot

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Die Hamburger Turnerschaft von 1816 (HT16) ist der älteste Turnverein der Welt und bewegt heute mit seinen attraktiven Programmen mehr als 8000 Mitglieder. Schwerpunkte liegen ausschließlich im Freizeit-. Breiten- und Gesundheitssport. In sieben vereinseigenen Sporthallen, einem Fitneß-Studio und einer Tennis-Squash-Badminton-Anlage wird ein vielseitiges Bewegungstraining für jung und alt geboten. Das Angebot reicht von Aerobic bis Zirkeltraining, von Akrobatic bis Yoga. von AtemSchulung bis Wirbelsäulengymnastik - insgesamt 800 organisierte Sportstunden pro Woche.

Nun will die Hamburger Turnerschaft neue Wege gehen und nach dem Motto „Vereint für Sport und Umwelt" zeigen. was Sport- und Turnvereine alles für den Umweltschutz machen und dabei für sich selbst eine Menge Geld sparen können. Der HT16 spart allein 30.000 Mark im Jahr durch Reduzierung des Wassserverbrauchs in Handwaschbecken und Duschen sowie die Umrüstung von Toilettenspülkästen. Das ist aber noch nicht alles: Einsparmöglichkeiten gibt es auch bei den Glühbirnen und bei Maßnahmen zur Wärmedämmung. Dazu Ralf Thielebein, der eigens für das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte Hamburger

Projekt als Umweltschutzbeauftragter eingestellt wurde: „Allein durch Verhaltensänderungen können wir bis zu 25 Prozent  Energie und Wasser einsparen. Das geht aber natürlich nur, wenn uns alle Mitglieder aktiv unterstützen."

Unterstützung von außen

Unterstützung bekommt das Projekt von einer Reihe einflußreicher Kooperationspartner wie Hein Gas, den Hamburger Wasserwerken, den HEW, der Hamburger Stadtreinicrung, dem HVV und natürlich der Umweltbehörde. Hamburgs erster Bürgermeister. Ortwin Runde, hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen.

Außerdem mit dabei: Die Vollkornbäckerei Effenberger mit einer eigenen Brotkreation (s.Kasten) und der Ökomarkt-Verein, der die technischen Maßnahmen zum Umweltschutz durch Beiträge zur gesunden Ernährung ergänzt. Der Ökomarkt zeigt in mehreren Veranstaltungen die Ausstellung „Vollwerternährung und Ökologischer Landbau", bietet Infomaterialien zu gesundem und umweltfreundlichem Ernährungsverhalten an und beteiligt sich an einem Vortragsprogramm für die Hamburger Turnerschaft.

Projektpartner Effenberger

Thomas Effenberger ist nicht nur seit über einem Jahrzehnt anerkannter Vollkornbäcker in Hamburg, sondern seit Anfang an engagiert für den Umweltschutz und den ökologischen Landbau. Besonders stolz ist Effenberger über die Anerkennung, die er kürzlich von Spezialisten für kulinarische Besonderheiten erfuhr: Die Zeitschrift Feinschmecker hatte seine Vollkorn-Bäckerei auf ihrer „kulinarischen Entdeckungsreise" durch Deutschland aufgestöbert und in ihrem Special „Das Beste aus Deutschland" in der April-Ausgabe vorgestellt. Die besonders gute Qualität des Brotes, die Bekömmlichkeit und der Genuß sind nur die eine Seite des Vollkornbäckers: Von Anfang an hat er darauf geachtet, daß in seinem Betrieb nicht nur ausschließlich Getreide und Zutaten aus ökologischer Erzeugung eingesetzt werden, sondern daß die Gerätschaften in seiner Bäckerei und die Betriebsabläufe ökologisch durchdacht sind und mit Ressourcen sparsam umgegangen wird. Dieses ökologische Betriebskonzept hat ihm 1994 den Umweltpreis der „Berenberg Bank Stiftung von 1990" eingebracht. Vorgeschlagen hatten ihn das Zentrum für Energie, Wasser und Umwelttechnik (ZEWU), die Handwerkskammer Hamburg und die Betriebswirte des Handwerks. Der Energieeinsatz, so haben die Mitglieder des Preiskommitees damals festgestellt, liegt nur bei der Hälfte dessen, was sonst in Bäckereien üblich ist, obwohl elektrische Mühlen eingesetzt werden, um das Getreide frisch vor dem Backen zu mahlen. Beim Heizkessel gehen statt vierzig nur dreizehn Prozent Rauchgasenergie verloren. Mit Hilfe einer Wärmerückgewinnung wird der gesamte Heißwasserbedarf der Bäckerei gedeckt. Das 70 Grad heiße Wasser erspart ihm überflüssige und umweltschädliche chemische Reinigungsmittel. Beim Backvorgang werden die Dampfschwaden so genau dosiert, daß nachmal SOclc der dafür üblichen Energie eingespart wird.

Kein Wunder, daß Effenberger einen Weg suchte, das Umweltprojekt der Hamburger Turnerschaft auf seine Weise zu unterstützen. Als ,.Ausdruck von Genuß und Lebensqualität durch Umweltschutz" entwickelte er das „HT16 - Haferbrot". Thomas Effenberger: „Wie alle Brote aus unserer Vollkornbäckerei ist das HT 16 Haferbrot ein Produkt aus ausgesuchten Zutaten und sorgfältiger Verarbeitung. Den Teig fermentieren wir mindestens zwölf Stunden und schließen dadurch die Nährstoffe optimal auf. So kann der Körper auch die bei `schnell gebackenen' Broten nicht verfügbaren Mineralstoffe verwetten."

Professor Dr. Michael Hamm, Ernährungswissenschaftler an der Fachhochschule Hamburg und Experte für Sporternährung, empfiehlt Vollkornbrot - insbesondere auf der Basis von Hafer - als idealen Fitmacher.

Diese und andere Maßnahmen werden im Rahmen des Projekts ,.Umweltmanagement und -Bildung im Turnverein" (UMBIT) erprobt und sollen Modellcharakter für die rund 85.000 Turn- und Sportvereine in Deutschland haben, wo immerhin 26 Mio. Menschen organisiert sind. In diesen Tagen ist eine Fahrradstaffel von Hamburg zum Turnfest nach München gestartet, um die Inhalte des Projekts UMBIT auch zum größten deutschen Sportlertreffen zu transportieren. Genau hier liegt die ungeheure Chance des Projekts, vom Modellcharakter zur Selbstverständlichkeit zu werden. Wenn die anderen Vereine dem Hamburger Beispiel folgen, wird es spürbare Einsparungen bei Wasser und Energie geben, was sich auf Umwelt und die Vereinsfinanzen auswirken wird und ein eindrucksvolles Beispiel zur Nachahmung in den privaten Haushalten der Vereinsmitglieder sein könnte.

Zur Sonnenwende am 21. Juni treffen sich alle Beteiligten und Förderer w einem Sommerfest auf dem Vereinsgelände der Hamburger Turnerschaft am Sievekingdamm 7. JS

Kasten:

Das HT16 - Haferbrot
Die Zutaten
Getreideanteil:
50% Hafer - energie- u. nährstoffreich